Projektinfo

25.000 Menschen sterben jeden Tag am Hungertod, das sind neun Millionen Menschen im Jahr. Die in den letzten Monaten enorm gestiegenen Preise für Lebensmittel und Rohstoffe wirken sich auf die Armen und Ärmsten der Welt dramatisch aus: Viele sind auf Nahrungsmittelimporte angewiesen, und die können sie sich vielfach nicht mehr leisten.

Warum ist die Bekämpfung von Hunger so schwierig? Fakt ist: Es werden zehn Prozent mehr Lebensmittel produziert als man benötigt, um alle Menschen satt zu bekommen.

Im Dokumentarfilm “Hunger!” forschen Marcus Vetter und Karin Steinberger nach den Ursachen. In ihrem Film untersuchen die beiden mehrfach ausgezeichneten Journalisten, warum es Hunger gibt und wie Menschen, Gruppen und Organisationen darum ringen, eines der schlimmsten sozialen, politischen und ökonomischen Probleme unserer Tage zu lösen. Durch die unterschiedlichen, weltumspannenden Drehorte Mauretanien, Kenia, Haiti, Indien, Bangladesh, Brasilien und USA wird das Thema in seinem globalen Ausmaß beschrieben – und gleichzeitig wird an jedem einzelnen Schauplatz gezeigt, wie die Menschen konkret betroffen sind. “Hunger!” zeigt Menschen, die weit unter dem Existenzminimum leben, Kinder, die an Hunger sterben, Aktivisten, die den fast aussichtslosen Kampf aufgenommen haben, sich und ihre Familie aus eigener Kraft zu ernähren. Der Film behandelt aber nicht nur Missstände und Katastrophen, sondern auch die positiven Ansätze, das Problem Hunger zu lösen. Er zeigt moderne Entwicklungspolitik, die nicht mehr der “technologischen Entwicklung der Dritten Welt” verpflichtet ist, sondern funktionsfähige Netzwerke von Selbsterhaltung zu schaffen versucht. Konsequent suchen Markus Vetter und Karin Steinberger nach Ansätzen, wie sich die Entwicklungsländer aus der unheilvollen ökonomischen Umklammerung der ersten, der reichen Welt lösen können.