Projektinfo

Das Versprechen des deutschen Textildiscounters KiK klingt verlockend: Komplett Einkleiden für unter 30 Euro, von der Socke bis zur Mütze. Mit dieser aggressiven Preispolitik hat es KiK im Einzelhandel ganz nach oben geschafft. Beinahe täglich eröffnen neue Filialen. Das Unternehmen ködert die Kunden mit fast unglaublichen Angeboten: Jeans für 9,99 Euro, Bermudas für 3,99 Euro, T-Shirts für 1,99 Euro. Doch wie kommen diese Schleuderpreise zustande – und wer muss dafür bezahlen? “Die KIK-Story – die miesen Methoden des Textildiscounters” ist eine Reportage aus der Welt von Dumpinglöhnen, Ausbeutung und fragwürdigen Geschäftsmethoden.

Die erste Ausstrahlung von “Die KiK-Story” stiess auf ein herausragendes Zuschauerinteresse: Vier Millionen Menschen sahen den Film. Der Marktanteil lag bei 14,8 Prozent. Damit liess der investigative Film mit Reporter Christoph Lütgert in dieser Sendezeit die Konkurrenz klar hinter sich und zeigt, dass investigativer Journalismus mit gut recherchierten Geschichten beim Publikum auf grosses Interesse stösst.

Die Entstehung des Films wurde begleitet von juristischen Auseinandersetzungen, die von der KiK GmbH angestrengt worden waren, um den NDR an der Sendung zu hindern. 2010 hatte das Landgericht Hamburg jedoch in den wesentlichen Punkten zugunsten des NDR entschieden und so kann sich jeder selber ein Bild davon machen, wie und wo der Textildiscounter seine Kleider produziert.

Quelle: NDR