Projektinfo

Sechs junge, britische Gourmets reisen in den Osten Asiens, um dort in der Lebensmittelindustrie zu arbeiten und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Sie erleben zum ersten Mal, wie die Lebensmittelproduktion wirklich abläuft. Die Reise öffnet ihnen die Augen und sie merken, was es heisst, auf der anderen Seite der Welt geboren zu sein.

Die erste Station der Briten ist der indonesische Hauptsitz der Thunfischindustrie: Bitung. Die Konservenfabrik beliefert hauptsächlich britische Supermärkte und Sandwichketten. Das, was die sechs Teilnehmer normalerweise essen, sollen sie nun also selbst produzieren.

Die Gourmets leben mit den Arbeitern und müssen der unglaublichen Hitze in der Konservenfabrik trotzen. Auch der Fischfang auf den traditionellen Holzbooten bereitet ihnen Probleme. Sie sind in vielerlei Hinsicht extremen Bedingungen ausgesetzt und müssen wie die Arbeiter von der Hand in den Mund leben. Ein Leben, welches unterschiedlicher zu ihrem gewohnten Luxus kaum sein könnte.

In weiteren Folgen der ersten Serie “Blut, Schweiss und Fastfood” geht es zur Arbeit auf eine Krabbenfarm, danach zur Reisernte und zum Schluss in die Geflügelindustrie. (Episoden hier als Download gefunden.) Die junge Gruppe erlebt am eigenen Leib, dass es mehr Blut und Schweiss zur Herstellung und Verarbeitung ihrer Esswaren braucht, als sie dachten. Sie lernen die Arbeiterinnen und Arbeiter in den Fabriken, auf den Feldern und der Krabbenfarm kennen und ihre Arbeit wertschätzen. Dabei wird schnell klar, die Arbeiter, die täglich 10 bis 16 Stunden körperliche Schwerstarbeit leisten und dabei nur wenige Cents pro Stunde verdienen, haben keine andere Wahl, wenn sie und ihre Familie nicht verhungern wollen.

Mit “Blut, Schweiss und T-Shirts” hat die BBC anschliessend eine weitere Serie produziert. Dabei ging eine andere Gruppe der Frage nach, unter welchen Umständen T-Shirts für ein paar Euro verkauft werden können. (Episoden hier als Download gefunden.) Von der modern(er)en Nähfabrik geht es immer tiefer in die Abgründe der Kleiderindustrie. Am Ende erleben sie nicht nur die Kleiderproduktion in den engen stinkenden Hinterzimmern, die Schwerstarbeit der Baumwollernte und Verarbeitung oder die Nähereien im Slum von Bangladesh kennen, sondern stossen auch auf Kinderarbeiter und ihre Chefs. Die jungen Engländer kommen auf ihrer Reise oft an ihre eigenen Grenzen, Illusionen zerplatzen und ein neues Denken und Hinterfragen setzt ein.

In der dritten Serie “Blood, Sweat and Luxuries” geht es um Luxusgüter wie Edelmetalle, die in Afrika aus Minen geschürft werden, um dann in Handys verbaut zu werden, sowie um Kaffee, Gold und Leder.