Freie Patente & Lizenzen

Urheber können ihre Werke z.B. unter eine freie Creative Commons-Lizenz stellen, damit andere diese z.B. nutzen, weiterentwickeln oder verarbeiten können.

Sind freie Lizenzen wie Creative Commons, Open Source Software und freie Patente vielleicht ein Weg, eine Gemeinwohl-Ökonomie zu schaffen und damit die Ressourcen gerecht auf die Gesellschaft zu verteilen? Im Gegensatz zur zunehmenden Konzentration von Ressourcen, Geld und Macht hin zu einigen Wenigen, wie wir es heute beobachten können? Und wenn ja, wie liesse sich dies vorantreiben? Oder besteht nur die Gefahr, dass wenige Personen die ganze Arbeit machen und alle anderen einfach nur davon profitieren?

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Freie Lizenzen: Creative Commons

4 Kommentare zu Freie Patente & Lizenzen

  • Es ist eine seltsame Sache mit den freien Lizenzen. Einerseits wird immer häufiger darüber berichtet, andererseits werden sie noch immer kaum genutzt. Sicher, es gibt eine Reihe von Musikern, die damit arbeiten, aber bei Schriftstellern hört die Sache schon nahezu auf. Aber warum? Leute wie Cory Doctorow haben doch gezeigt, dass man auch mit CC-Lizenzen Geld verdienen – und zugleich kulturpolitisch wirksam sein – kann. Und ein Schriftsteller wie Arthur Missa hat sogar einen typografisch aufwendig gestalteten Prosaband wie “Formenverfuger” kostenlos online gestellt und mit einer CC-Lizenz versehen. Warum aber machen das nicht mehr? Ich denke, bezüglich der offenen/freien Lizenzen herrscht bei vielen Künstlern eine eigenartige Mischung aus Unwissen, Vorurteilen, (ökonomischer) Angst und schlichtem Desinteresse vor. Dagegen lässt sich aber mit Theorie und Informationskampagnen vermutlich nur wenig ausrichten. Was es braucht sind mehr konkrete Arbeiten (Bücher, Musikstücke, Kunstwerke etc.) in diese Richtung. Mit anderen Worten: Es braucht einen Bewusstseinswandel bei den Beteiligten, seien es Musiker, Schriftsteller oder – ganz wichtig – Berichterstatter. Hier müssen Beispiele gefunden und vorgestellt werden, nicht nur Erfolgsgeschichten, die das fertige Produkt präsentieren, sondern auch Geschichten, die das Dahinter beleuchten, den Prozess, die Unsicherheiten (des künstlerischen Subjekts) etc. pp.

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  • Falls jemand tiefer in die Materie eindringen will, hier noch zwei Links.
    Der erste führt zu Doctorows Blog-Post, wo er ausführlich erklärt, warum er mit CC-Lizenzen arbeitet.
    http://craphound.com/littlebrother/about/#freedownload/
    Der zweite verlinkt das Buch von Arthur Missa
    http://www.archive.org/details/…

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  • Sind nicht vielleicht auch die Verwertungsgesellschaften wie GEMA, VGWort & Co. Hindernisse, welche Musiker und Autoren etc. daran hindern, ihre Werke (neue wie bestehende) unter einer CC-Lizenz zur Verfügung zu stellen? Das auch hier die rechtlichen Aspekte vielleicht nicht genügend geklärt oder bekannt sind? Es gibt ja auch gescheiterte Befreiungsversuche, bei denen versucht wurde, bestehende Songs frei zu kaufen und unter CC-Lizenz zu stellen.

    Hier noch interessante Links zum Thema:

    CC – Some Rights Reserved: http://digitaljournal…
    Copyright vs. Copyleft: http://digitaljournal…
    Creative Commons vs. GEMA: http://digitaljournal…
    CC im Fernsehjournalismus: http://digitaljournal…

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  • Creative Commons geht in die nächste Runde. Öffentliche Diskussion zu Version 4.0 startet in 2012: http://irights.info/blog/arbeit2.0/2011/12/15/offentliche-diskussion-zur-cc-4-0-hat-begonnen/

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